Bauphysik
Mit der Isolierung der Gebäude ist zwangsläufig die „Atmungsfähigkeit“ eingeschränkt. Gleiches gilt, wenn dicht schließende Fenster in Neubauten eingesetzt werden, ohne Berücksichtigung eines Lüftungssystems.
Zentrale Abluftanlagen setzen sich gerade vor dem Hintergrund aktueller gesetzlicher Regelungen und steigender Schimmelpilzschä-den immer häufiger durch. Das Thema -Kontrollierte Lüftung-, speziell kontrollierte Wohnungslüftung rückt weiter in den Mittelpunkt der Diskussionen. Differenzierte, den speziellen Anforderungen angepasste, intelligente Steuerungen ermöglichen heute eine sehr effektive Lüftung. Den speziellen Bedürfnissen der Anwender derartiger Abluftsysteme sollte ebenfalls Rechnung getragen werden.
Bereits vor 2000 Jahren forderte Vitruv, ein römischer Baumeister, dass eine „... Wand in der Lage sein müsse, Feuchtigkeit nach außen abzugeben. Überall dort, wo wir diese natürliche und notwendige Funktion wegnehmen, müssen wir auch einen Ausgleich dafür schaffen”.
Dabei ist die Idee, Fenster als Zuluftelemente zu nutzen nicht neu. Sie bieten mehrere Vorteile.
Im Wohnungsbau muss eine kontrollierte Lüftung folgende Eigenschaften nachweisen:
- Vollautomatische Funktion durch Lichtsensoren, Feuchtesensoren, Präsenzmeldern, Luftqualitätssensoren
- Mindestanforderung ist die Lüftung zum Feuchteschutz
- Energieeffiziente Systeme realisieren bedarfsgeführte Volumenströme in Abhängigkeit der Gewohnheiten der Bewohner
- Die einzelnen Komponenten sollen wenig Manipulationsmöglichkeiten bieten Der Bewohner sollte zeitlich begrenzte, zusätzliche Lüftungsmöglichkeiten nutzen können
- Geräuscharme Lüftungssysteme erreichen eine sehr hohe Akzeptanz
- Eine Lüftungsanlage sollte nicht abschaltbar sein
- Der Komfort wird erhöht, wenn manuelle Zusatzfunktionen angeboten werden

